Herbergsuche

Herbergssuche

 Die Liab, die Hoffnung – umd sanna Kind die Freid, geahnt durch die Nocht zur Weihnochtszeit. Sie klopfn aun ba fremdi Leit und hoff´n duat auf Menschlichkeit.

 Du liaba Vastand geh sei so guat, red mit deim Gfühl, schick ums net fuart. Um Herberg mecht ma recht schen frog´n, wal Hunger und Schlof uns heit scho plogn.

A Herberg gabat I mit Freid, owa ollewal nur fia reichi Leit. Fia enk is gscheita, wenns es Pinkal nemmts und schauts dass schea schnöll weita kemmts.

 Liabes Gfühl geh sei so guat umd schick ums du net a nou fuat. Aus Nechstnliab – moch ums a Freid, wir hom doch grod die Weihnochtszeit. Ob Weihnochtszeit, ob große Not, ba mia kriagt neamd a Stickl Brot. Obs eich heit schlecht geht und a morgen, eiri – san net meini Sorgn.

 Nächstenliab jetzt frog ma dir, host du fia ums Kost und Quartier? Mia suchn a Platzal fia a poa Tog, an kloanan Ort, wo ma ums mog. I kenn eich net, seits net fa do, drum gib i mi mit eich net oh. Ihr hobts noch nia wos taun fia mia, drum geht’s jetzt weck fa meina Tia.

 Goumz traurig umd valetzt vom Teischen, segn sei noch hintam Stoll a Keischen. Duat lebt des Herz drin ohne Lost, umd gfreit sie iba jedn Gost. A Stickl Brot kau i eich geb´n, hob sölwa net vül mehr zan Leb´n. Owa net zan hölf´n liegt mir fern, wal i hob olli Menschen gern. Umd rostn kinnts auf Fuatagoam, is koa Hotöl oba dafia woam.

Glücklich umd mit vullem Mog´n, schlofts ihr ba mia am Heiboudn drob´n. Die Liab sogt zur Hoffnung und a zua Freid, es gibt hold dou nou guati Leit. A so a Herz des trifft ma söltn, da Hergott sull ehma olls fagöltn.

 Die Liab, die Hoffnung umd a die Freid, kamman gern za olli Leit. Owa a jeda sull si frog´n im Leb´n, sog tatn mia san Herberg gebn? Vor umsara Haustia do woatat die Pflicht, wer des vasteht trogt a haliges Licht.

Umd wer des a lebt mit Haut umd Hoar, fia den is Weinocht´n es gamzi Joha.

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